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Take-Over Management


„Techem Übernahme ist gescheitert!“ Bild-Nachrichtenticker Q I 2007


BEGRIFF

Eine unkoordinierte Übernahme ist eine Unternehmensübernahme, die ohne Zustimmung des Managements des gekauften Unternehmens erfolgt. Eine Strategie des Käufers kann das öffentliche Angebot an Aktionäre sein, Wertpapiere des zu übernehmenden Unternehmens zu einem Festpreis zu kaufen.

Wenn auf diese Weise die absolute Mehrheit der Aktien erworben wird, reicht dies aus, die Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen. Als erste wirklich echte feindliche Übernahme in Deutschland wird die Übernahme der Spütz AG gesehen. New Media Spark kaufte im ersten Schritt zwei Aktienpakete heimlich auf, machte dann ein Angebot an die restlichen Aktionäre und setzte den Vorstand sofort frei, als er den Aktionären empfahl, das Übernahmeangebot nicht anzunehmen. Im Fall von Vodafone hat das Management und der Aufsichtsrat der Übernahme ja gegen Bezahlung zugestimmt.


EXTERNE LEISTUNG

In den USA und in England haben unfriendly Take-Overs eine lange Tradition, aber in Deutschland sind die gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen völlig anders. Die hohe Zahl an gescheiterten Übernahmeversuchen in Deutschland liegt schlicht darin begründet, dass es dafür spezielles Projektmanagement Know-how braucht. Wesentlicher Bestandteil dabei sind Fähigkeiten, die mit „What they don`t teach you at Harvard Business School“ gut beschrieben sind.

  • Projektmanagement Take-Over
  • Kommunikationsmanagement
  • Secret Service
  • Take-Over Strategie und Umsetzung
  • Target screening


SELBSTVERSTÄNDNIS

Unfriendly Take-Overs, die zu früh öffentlich werden, sind fast verloren. Sichere Informations-Quellen in der zu übernehmenden Firma sind „kriegsentscheidend“.


METHODE

Es gibt keinen erlernbaren Standard. Alles beruht auf Fähigkeiten, Informationen zu sammeln und richtig zu verwerten. Feste Größen sind der vorzeitige Erwerb eines „Eingangsblocks“.


ASPEKTE UND HINTERGRÜNDE

Greenmailing: Ein Übernehmer kauft Aktien des Objektes und lässt sich diese für einen besseren Preis wieder abkaufen. Während diese Sonderform in den USA im Millionen-Bereich läuft, findet sich dies in Deutschland bei Squeeze Out Situationen recht häufig. Greenmailing ist auch als gezielte Abwehrstrategie tauglich, wenn das Übernahmeopfer am Angreifer einen Anteil erwerben kann.

Weitere Abwehrmöglichkeiten sind zum Beispiel: Die Übernahme dritter Unternehmen mittels Fremdfinanzierung, der geplante Einbau von „Showstoppern“ wie Kapitalerhöhungen oder rechtsverbindliche Selbstverpflichtungen, festgeschriebene Golden Parachutes für die Vorstände, Positionierung eines „Weißen Ritters“, (leveraged) MBO, Selftender, Poison Pills.

Die Aufregung und Befürchtung vor einer Welle an „Hostile Take-Overs“ in Deutschland war unbegründet. Nur ein Drittel der angekündigten Take-Overs konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Unfreundliche Übernahmen kommen auch hierzulande vermehrt vor. Sie werden nicht selten zu echten Kriminalgeschichten hochstilisiert, wobei der Übernehmer meist als Bösewicht dargestellt wird.

Dabei sind es meist sehr egoistische Gründe, welche die Manager eines Objektes dazu veranlassen, sich gegen eine Übernahme zu wehren. Der Widerstand des Managements ist natürlich oft dessen Selbstschutz, da ein Unternehmen häufig überhaupt nur als potentieller Übernahmekandidat ins Gerede kommt, weil es schlecht geführt wurde. Übernahmeabwehr dient also der Jobsicherung des bestehenden Managements. Interessanterweise misst das Management den Publikumsaktionären meistens erstaunlich wenig Bedeutung bei.


PROJEKTE

  • Unfriendly Take-Over Spütz AG (Nominiert zum Hostile Take-Over of the Year-2001 von Price Waterhouse Coopers)
  • Take-Over Abwehr für ein Unternehmen der Fondindustrie
  • Take-Over Check für ein privates Unternehmen aus dem Postdienstleistungssektor

Siehe auch: Fallbeispiele, Mergers & Acquisitions, Management Buy-Out/Buy-In


Im Falle einer erforderlichen Rechtsberatung, arbeitet transition-manger mit entsprechend erfahrenen Kanzleien zusammen.