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Due Diligence


„Käufer hüte Dich!" Volksweisheit


BEGRIFF

Due Diligence bezeichnet die „gebotene Sorgfalt", mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmensbeteiligungen das Vertragsobjekt im Vorfeld der Akquisition geprüft wird.

Diligence-Prüfungen beinhalten inbesondere eine systematische Stärken-Schwächen Analyse des Objekts, eine Analyse der mit dem Kauf verbundenen Risiken sowie eine fundierte Bewertung.

Gegenstand der Prüfungen sind etwa Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken, Umweltlasten. Gezielt wird nach so genannten Dealbreakern gesucht. Darunter versteht man Sachverhalte, die einem Unternehmenskauf entgegenstehen könnten. Erkannte Risiken können entweder Auslöser für einen Abbruch der Verhandlungen oder Grundlage einer vertraglichen Berücksichtigung in Form von Preisabschlägen oder Garantien sein.


EXTERNE LEISTUNG

  • Due Diligence Koordination/Projektmanagement
  • Due Diligence Team Building
  • Datenraum-Strukturierung und -Organisation
  • Vendors Due Diligence
  • Cultural Due Dilgence
  • Financial Due Diligence
  • Outsourcing Due Diligence
  • Börsengang Due Diligence
  • Sanierung Due Diligence
  • Due Diligence Betriebsteile
  • Due Diligence Konzernunternehmen
  • Synergien Due Diligence
  • Due Diligence Standardisierungen
  • Folge Due Diligence


SELBSTVERSTÄNDNIS

Die Ergebnisse einer Due Diligence werden meist überschätzt. Wenn man sich vor Augen führt, dass die Ausfälle im Early Stage Bereich bei ca. 50% liegen, stellt sich die Frage, warum überhaupt eine Due Diligence durchgeführt wird. Natürlich liegt der Grund in der Absicherung der Entscheider.

Verschärfend kommt hinzu, dass das finale Urteil letztlich doch eine Bauch-Entscheidung ist. Dies belegen Studien. Der durchschnittlich geschätzte Anteil subjektiver Entscheidungen bei der Beteiligungsprüfung beträgt 45,42%.

Schwachstellen einer Due Diligence sind die subjektive Einstellung der Auswerter, die in der Regel die Interessen der Auftraggeber verfolgen. Hinzu kommt die Möglichkeit, im Steuer- und Finanzbereich unterschiedlich zu rechnen. Dies erschwert die Vernetzung der gewonnen Informationen.

Des Weiteren beruhen die Prognosen auf Auswertungen der Vergangenheit, von denen nicht unbedingt eine Zukunftsprognose abgeleitet werden kann. Zudem kann die Intensität der einzelnen Due Diligence Bereiche nur schwer gewichtet werden, wenn diese in der Formulierung des Globalzieles nicht klar abzubilden sind.


METHODE

Die rein technischen Ansätze unterscheiden sich nicht von der allgemein üblichen Methodik. Dies gilt auch für die Analyse der „Leisen Felder". 

Zusätzlich biete ich eine stark „counterpart"-orientierte Unterstützung an. Das heißt in eine solche Entscheidungsfindung bringe ich zusätzliche Informationen ein:

Diese zusätzlichen Informationen betreffen

  • Marktunvollkommenheiten und asymmetrische Informationsverteilungen
  • Hidden Information / Hidden Action (Verhaltensunsicherheiten)
  • Agency-Beziehung (Prinzipal/Agent)
  • Opportunitätskosten / Bonding Costs Überwachung
  • Verhältnismäßigkeit von Akquisition/Business Development/Exit
  • Post Merger „Hick ups"


ASPEKTE UND HINTERGRÜNDE

Im gleichen Maße wie die Due Diligence Ergebnisse überschätzt werden, werden die Analysefelder der „Leisen Zeichen" vernachlässigt. Diese befinden sich überwiegend im psychologischen Bereich, aber auch in der Unternehmensphilosophie.

Ein Unternehmen wird unabhängig von Fragen der Marktfähigkeit der Produkte überwiegend von den Personen bestimmt, die die Grundidee der Firma verkörpern und die Mitarbeiter anleiten und motivieren. Da Organisationen und das Miteinanderumgehen der Personen in den Organisationen ein Eigenleben entwickeln können, ist die Art, wie ein Unternehmen organisiert ist, ausschlaggebend für bestimmte Verhaltensweisen der Menschen in dem Unternehmen.

Aus der Organisation heraus gestalten sich auch Beziehungen zu den Kunden und Lieferanten des Unternehmens. Die Grundphilosophie des Unternehmens wiederum ist ausschlaggebend für das Auftreten der Vertreter des Unternehmens nach außen hin. Auch hier ist eine Reihe von Leisen Zeichen zu untersuchen, die über Erfolg oder den Misserfolg des Unternehmens entscheiden. All diese Leisen Zeichen deuten auf die Stärken oder Schwächen der einzelnen Personen hin, die für das Unternehmen tätig sind, und bilden damit die Human Resources des Unternehmens. Zusätzlich zu einer Due Diligence sind also sorgfältig zu analysieren:

  • Leitende Personen
  • Führungsstil und Motivation
  • Interne Kommunikation
  • Arbeitnehmerstimmung
  • Gestaltung der Kunden-/Lieferanten -Beziehungen
  • Gestaltung der Beziehung zu Kreditgebern
  • Auftreten in der Öffentlichkeit /PR-Arbeit


VERGÜTUNG

Die Formel setzt sich grundsätzlich zusammen aus 1/3 Fixum und 2/3 Prämie.


PROJEKTE

  • SWOT-Analysen im Schnellverfahren zu 120 Firmen in Polen im Rahmen der ersten EBRD-Privatisierungswelle (1993)
  • Vendor Due Diligence von 5 der 10-Top Betriebe des Rumänischen Staates bei der EBRD-Privatisierungsauktion (1994-1996)
  • Due Diligence Prüfungen im Rahmen von Beteiligungsprüfungen für Ventur Capitals 1999)
  • Portfolio Due Diligence für ein Venture Capital Haus (2002)
  • Due Diligence eines börsennotierten Finanzdienstleisters als Hostile Take-Over (2001)
  • Portfolio Due Diligence für ein Beteiligungsunternehmen (2002)
  • Due Diligence als Beteiligungsprüfung eines Telko-Unternehmens (2003)
  • Strategische Due Diligence eines Nahrungsmittelproduzenten (2004)
  • Due Diligence als Beteiligungsprüfung eines Personaldienstleisters (2005)
  • Due Diligence als Beteiligungsprüfung eines Telko-Unternehmens (2006)

Siehe auch: Übernahmebegleitung, Mergers & Acquisitions, Post Merger Integration, Privatisierung Osteuropa, Rumänien


Im Falle einer erforderlichen Rechtsberatung, arbeitet transition-manger mit entsprechend erfahrenen Kanzleien zusammen.